Restaurierung eines historischen PLEYEL-Flügels aus dem Jahr 1857

Zwei PLEYEL-Flügel von 1857 in unserem Ausstellungraum

Dieser PLEYEL-Flügel aus dem Jahre 1857 entspricht dem von Frédéric Chopin bevorzugten Modell. Viele bekannte Musiker und Komponisten haben auf PLEYEL-Flügeln gespielt und mit ihnen gearbeitet.

Das Ziel unserer Restaurierungsarbeit ist nicht, den altertümlichen Klang eines Museumsstücks zu konservieren, sondern den ursprünglichen Klangcharakter des historischen Instruments wieder herauszuarbeiten. Weiter unten auf dieser Seite können Sie ein Klangbeispiel dieses Flügels abspielen.

Dies gelingt durch fachgerechte Restaurierung und den Einsatz von Materialien, die den ursprünglich verwendeten Materialien entsprechen. Dazu gehören unter anderem spezielle Saitendrähte, die deutlich weicher sind als die heute verwendeten.

Wenn Sie einen historischen Flügel kaufen oder ein eigenes Instrument restaurieren lassen möchten, kontaktieren Sie uns. Unser Werkstattleiter Herr Ulrich Punke berät sie gerne in allen Fragen rund um Reparatur und Restaurierung von Tasteninstrumenten.

Demonatge des Instruments. Die Dämpfer werden ausgebaut.
Anhand der Seriennummer kann man nicht nur das Baujahr, sondern auch den Erstkäufer ermitteln. 
Im Falles unseres Flügels war das dieser Herr:
Pelletan eugene“ by Nadar – en.wikipedia.org (may have been taken from here. Licensed under Public domain via Wikimedia Commons.
Eugène Pelletan (1813-1884) war ein französischer Journalist und Schriftsteller.
Er kaufte den Pleyel-Flügel am 22. September 1857 für 2.020 Francs. 
Demontage der Saiten
Akustische Anlage mit zusammengesetztem Eisenrahmen.
Ausgebaute Anhangplatte
Reparatur des Resonanzbodens und Verleimung der Statik.
Der reparierte Resonanzboden, Grundlage für die Suche nach dem ursprünglichen Klang.
Der Resonanzbodenlack wird abgezogen und in einem speziellen Verfahren aufbereitet.
Auf diese Weise können wir den originalen Lack für dieses Instrument wiederverwenden.
Die Hammer wurden originalgetreu befilzt.
Verhärtete Filze und Leder werden in Handarbeit erneuert.
Lackieren des Resonanzbodens mit dem aufbereiteten Originallack.
Der fertig lackierte Resonanzboden.
Erster Zusammenbau der Mechanik.
Erster Zusammenbau der Mechanik.
Der Stimmstock ist noch vollkommen intakt.
Zu den kniffligsten Arbeiten zählt das Einbauen der Dämpfung.
Die Dämpfer werden „chapeaux de gendarme“ genannt, weil ihre Form an die Kopfbedeckung der französischen Gendarme erinnert.
Regulierung der Mechanik.
Das fertige Instrument.
Hören Sie hier ein Klangbeispiel dieses Flügels.
Konzert mit Katharina Hack am Pleyel-Flügel am 18.04.2015